Städte-Allianz nimmt Stellung zur VCS-Initiative «Schienen für Zürich»: Brüttener Tunnel ist die bessere Lösung

Die Städte-Allianz Öffentlicher Verkehr Ost- und Zentralschweiz lehnt die kantonale Volksinitiative «Schienen für Zürich» ab. Der Ausbau der Schienenverkehrsinfrastruktur ist Sache des Bundes. Mit der Annahme der Initiative hätte der Bund keinen Anlass mehr, den bereits vom Stimmvolk in der Abstimmung über die Bahn 2000 erwünschten Brüttener Tunnel zu realisieren. Im Interesse einer weitsichtigen und wirkungsvollen Verkehrspolitik ist die Tunnel-Lösung einem Ausbau der Stammstrecke in dicht besiedeltem Gebiet aber vorzuziehen.

Zürich, 03. September 2010 – Das Zürcher Stimmvolk stimmt am 26. September über die kantonale Initiative des VCS «Schienen für Zürich» ab. Der VCS will, dass der Kanton den Ausbau der bestehenden Strecke zwischen Effretikon und Winterthur auf vier Spuren mit 520 Millionen Franken vorfinanziert. Die Städte-Allianz empfiehlt die Initiative zur Ablehnung. Die Vorlage enthebt den Bund voreilig aus seiner Verantwortung, rechtzeitig für eine nachhaltige Beseitigung des Engpasses mit dem Brüttener Tunnel zu sorgen und reduziert leichtsinnig die Lebensqualität in dicht besiedeltem Wohngebiet von Effretikon.

Engpassbehebung Zürich–Winterthur–St. Gallen ist Sache des Bundes

Die SBB und der Bund werden zwar bis 2018 in zahlreiche Massnahmen zur Engpassbeseitigung rund 530 Millionen Franken investieren. Doch ohne noch weiter gehende Investitionen für den raschen Kapazitätsausbau wird der Metropolitanraum Zürich empfindlich geschwächt. Stadtrat Matthias Gfeller mahnt deshalb zur Geduld und warnt vor voreiligen Beschlüssen: «Die Annahme der VCS-Initiative hätte zur Folge, dass der Bund keinen Anlass mehr hätte, den für alle Seiten vorteilhaften Brüttener Tunnel zu bauen». Nur der Brüttener Tunnel entwickelt den Taktfahrplan auf der Achse St. Gallen – Winterthur – Flughafen – Zürich sinnvoll weiter und verkürzt die Fahrzeit dazwischen auf weniger als eine Stunde. Die Städte-Allianz begrüsst deshalb, dass der Bund die Dringlichkeit eines Ausbaus auf der besagten Achse erkannt hat und den Engpass im Rahmen des übernächsten Ausbauschrittes, der Bahn 2030, zur prioritären Bundessache erklärt.

Für die Städte-Allianz ist zudem klar: Die Finanzierung der Bahn 2030 darf nicht zur Schicksalsfrage des Bahninfrastrukturausbaus werden. 21 Milliarden Franken sind das Minimum an Investitionen, damit aufwärtskompatible Ausbauprojekte von nationaler Tragweite, wie der Brüttener Tunnel, sich nicht weiter verzögern. Der Bund ist gefordert, sich um eine ausreichende Finanzierung rasch zu kümmern, sich an den Willen der Stimmbevölkerung aus der Abstimmung zur Bahn 2000 zu erinnern und den Brüttener Tunnel im Rahmen von Bahn 2030 endlich zu realisieren.

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